Leinsamen

sind eiförmige, flache, 4-6 mm lange Samen von rötlicher, bräunlicher oder gelber Farbe und haben einen milden, öligen,
schleimigen Geschmack. Rohe Leinsamen werden vom Pferd nur zu ca. 20 % verwertet!
Leinsamen weisen auch blausäurehaltige Glycoside auf. Deshalb muss Leinsamen gekocht werden (ca. 10 Min.) um ein Enzym
(Linase), das im feuchten Milieu aus dem blausäurehaitigen Linamarin (Glycosid) Blausäure abspaltet, zu inaktivieren.



Inhaltstoffe und Wirkungsweise Zu erwatender Wirkung bei Normalversorgung   Mangel fördert
Schleime. Die Leinsamen enthalten als wichtigsten Bestandteil den in den Epidermiszellen (Zellschicht der Schale) befindlichen S c h I e i m (6-15 %), diese
   
Schleimstoffe (Proteide), können im Darm grössere Wassermengen binden (bis zum Verhältnis 1.8) Schutz und Erneuerung der Schleimhäute des Magen- Darmtraktes erhöht die Leistungsfähigkeit   Koliken
Sie dienen als Baustoffe für die Gelenkknorpel und regenerieren diese schmiert die Gelenke und baut die Knorpel auf und regeneriert diese. nährt die Hufe von innen!   Arthroseanfälligkeit spröde, rissige Hufe
Zusammen mit den Fetten bilden sie eine als einhüllende, deckende, reizmildernde, muzilaginöse (schleimige) und ölige Schutzsubstanz, die Gelate. fördert die Verdauung, beugt Verstopfungen vor und reguliert bei Darmkatarrh (Durchfällen).   Koliken
Gelate binden und neutralisieren Abbauprodukte und Toxine, leiten diese ab und helfen dadurch den Körper zu entgiften und entschlacken und bauen eine ausgewogene Magen- Darmflora auf und erhalten diese. macht und hält Sehnen und Muskeln elastisch Entgiftet und entschlackt den Körper Aufbau einer ausgewogene Magen- Darmflora und Erhalt derselben.  

Gefahr von Sehnen- und Muskelrissen

Koliken

Fett ist im Endosperm und Keimling enthalten (über 30 %) überwiegend aus ungeättigten (essentiellen) Fettsäuren (80-90 %). ÖI- und Linolsäure zu je 20 - 30 %, Linolensäure zu 40 - 60 % Zecken verabscheuen die Linol- und Linolensäuren. Dadurch beissen Zecken nicht!   Zeckenbefall
Essentielle Fettsäuren, sind lebenswichtig. Sie dienen der Synthese von Fetten in den Zellmembranen. geschmeidige Haut und glänzendes, kurzes Haar.   raues, trockenes Haar, Haarausfall Hautveränderungen wie Hautverdickungen, rissige Haut mit Sekundärinfektionen sowie
Fruchtbarkeitsstörungen Essentielle Fettsäuren dienen als Vorstufe der Prostaglandine, diese wirken blutdrucksenkend, erregen die glatte Muskulatur und hemmen die Lipolyse, die Aufspaltung der Fette und fetten Öle in freie Fettsäuren und Glyzerine.
höhere, ausgeglichenere Leistungsfähigkeit durch bessere Futterverwertung verminderte Futterverwertung
Eiweisse (Proteine) rd. 25 % werden für den Aufbau von Körpersubstanz (Muskulatur, Bindegewebe, Organe) oder Körperflüssigkeiten (Blut, Milch, Verdauungssekrete) benötigt Die Eiweisse sind aus Aminosäuren aufgebaut.
bessere Futterverwertung vor allem In der Fohlenaufzucht  
 

Äusserlich angezeigt als warmer Umschlag bei Blutergüssen, Quetschungen, lokalen Entzündugnen z.B. Vernagelung und wirkt günstig bei Reumatismus.
Leinsamen können täglich eingenommen werden ohne dass die gefürchtete Darmträgheit als Gewöhnungserscheinung auftritt!
Literaturhinweise: Handlexikon der tierärztlichen Praxis von Prof.Dr.med.vet. Gustav Uebele; Pferdefütterung von Prof. Helmut Meyer; Heilpflanzen mit Steckbrief von Ulrich
Rückert; Medikamente aus Heilpflanzen von Christine Sengupta, Peter Grob, Hans Stüssi; Unsere Heilpflanzen von Prof.Dr.Hans Flück u.a.m.

echte
gekocht / getrocknet

 

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Fütterungsberatung
Heinz Keller
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